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Hotel Strandhalle: Unsere Geschichte

In einer kleinen Bucht, im inneren Schleibecken, wurde 1897 der Grundstein durch den Grundbau und dann 1905 die Grundlage zur heutigen Strandhalle gelegt.
Zunächst wurde sie als Badeanstalt und Fährbetrieb genutzt.
Danach ist sie zu einer Gaststube umgebaut und zum Hotel erweitert worden.

Das Hotel ist bereits seit 1905 in Familienbesitz und wird durch Birgit und Günter Patzig in der vierten Generation geführt.

1905 – das Jahr in dem alles begann!
Christian Jochimsen und seine Frau Agnes kaufen das Gebäude (erbaut  1897) direkt an der Schlei zwischen Luisenbad und Gärtnerei Ludemann.
Der Ahnherr Christian Jochimsen kam aus Sundacker (gegenüber von Arnis an der Schlei). Dort verkaufte er seinen Hof, um sich in Schleswig eine neue Existenz aufzubauen. Er fand sie in der kleinen Bucht im inneren Schleibecken und setzte vor Allem auf den Betrieb einer Badeanstalt.

Das damals Besondere: streng nach Geschlechtern getrennt, direkt aus Badekabinen ins Wasser gehen.

Christian Jochimsen betrieb die Strandhalle in Ihren  Anfängen nur als Gastwirtschaft nebenher.
15 Jahre später wandelte sich das Bild, als der Sohn August Jochimsen den Betrieb übernahm. August war gelernter Bootsbauer, hat zuvor bei der Marine gedient.
Seine Frau Clara kam aus der Probstei (Kreis Plön).

Aus Zeiten seiner Reisen, die August in die Südsee, China nach Japan und Australien führten, stammen einige Erinnerungsstücke, die noch heute im Hotel zu sehen sind. 

Mit Augusts Liebe zum Wasser hing es wohl auch zusammen, dass er nach dem ersten Weltkrieg einen Übersetzverkehr mit den Segelbooten „Pfeil“ und „Kilia“, sowie dem Motorschiff „Libelle“ nach Haddeby (Haithabu) und zum Marienbad einrichtete, einen Schuppen neben seiner Strandhalle baute und als Schiffsbauer Boote reparierte. 

Aber das allein genügte dem unternehmungslustigen Mann nicht. Zunächst mietete er sich ein Zelt, kaufte es dann später auch und zog damit auf den Peermarkt und die Schützenfeste oder stellte es bei Regatten neben dem Ufer auf.

Ein Bootshaus entstand und eine Veranda aus Holz wurde gebaut. Sie hat bis 1936 bestanden, wurde dann aber nach einem Sommervergnügen der Segler mit vereinten Kräften abgerissen, um Platz für einen Neubau zu schaffen. 
Inzwischen war die Strandhalle bereits zum beliebtesten Kaffeerestaurant für viele Schleswiger Bürger und ihre Vereine geworden.

Der Bootssteg direkt an der Schlei, vor der Strandhalle, ist schon immer im Familien-eigenen Besitz.

Gerda, die Tochter von August und Clara Jochimsen, konnte damals in den Fotokisten der Strandhalle so manche zeitgenössische Aufnahme finden: von den Treffen des Marinevereins mit traditionellem Labskaus-Essen und des Vergnügungsclubs „Fidelitos“, sowie vom Gesangsverein „Postalia“ des Schleswiger Segelclubs , zu deren Gründern August Jochimsen gehörte. Weitere Treffen des gesamten Schlei-Segelclubs folgten, nachdem die Strandhalle umgebaut und vergrößert wurde. 

Der Schleswiger Kanuclub war bis zum Bau seines eigenen Clubhauses auf dem Gelände der Strandhalle heimisch und die Brieftaubenfreunde brachten von hier aus ihre Tiere auf die Reise. Besonders hoch ging es oft am Sonntagsstammtisch her, der vor allem die Grünkohlessen des Hauses zu schätzen wusste.

Schmerzliche Erinnerungen hatte Gerda an ihre beiden Brüder, die der Tradition der Familie folgend bei der Marine dienten. Der 1924 geborene Günther ist gefallen und der zwei Jahre jüngere Herbert kurz nach dem Kriege an einer schweren Krankheit verstorben.
Günther hatte wie der Vater das Bootsbauer-Handwerk in Arnis erlernt und hätte einmal den Besitz der Strandhalle zu einem Segelzentrum ausbauen wollen. 

Es kam alles anders als geplant. Nach dem Krieg beschlagnahmten die Engländer die Strandhalle und Familie Jochimsen musste zeitweise in die Nachbarschaft umsiedeln.

August, der schwer am Tod seiner beiden Söhne trug, zeigte allmählich auch nicht mehr die alte Tatkraft. Dennoch stellte er sich weiterhin als Vertreter seines Berufstandes zur Verfügung. Sogar nachdem er bereits über 25 Jahre im Vorstand des Kreisverbandes des Hotel- und Gaststättengewerbes tätig gewesen war. In seinem ehrenamtlichen Dienst ist er dann als Vorsitzender 1957 verstorben, als er auf der Heimfahrt von einem Verbandstreffen aus dem Zug stürzte.

Bereits vorher hatte eine neue Generation das Heft in die Hand genommen: Gerda Jochimsen.
Ihr Sohn Herbert Holthöver folgte der Familientradition und wurde Marineoffizier.

Anschließend war er dann bis zu seinem Tode 1998 als Co-Pilot bei der Lufthansa tätig.

Aus der zweiten Ehe, die Gerda mit Steuerberater Kurt Kreis schloss, gingen die Töchter Birgit und Dagmar hervor. Beide entscheiden sich für eine Ausbildung zur Hotelfachfrau in Hamburg.

In der Zeit von Gerda und Kurt Kreis wurden große Vorhaben verwirklicht.

Nach der Erneuerung des Stammhauses 1958, wurde 1962 der kleinere Erdgeschoss-Hoteltrakt an der Gartenseite gebaut. 

Drei Jahre später folgte das charakteristische Halbrund mit Kaminzimmer und dem darüber liegenden Wintergarten. Die aufteilbaren Saalräume und darüber liegenden Hotelzimmer sind 1970 entstanden, später folgte ein beheizbares Innen-Schwimmbad.

Ein zweiter Bootssteg wird gebaut.

Im Jahre 1989 verstarben Gerda und Kurt Kreis kurz nacheinander. Seitdem führt die Tochter Birgit das Haus in der vierten Generation.

Im November 1990 steigt auch der Partner Günter Patzig (gelernter KFZ-Mechaniker) im Familienunternehmen Strandhalle ein.

Nach der Hochzeit 1991, wächst schnell die Familienplanung: in den Jahren 1992 und 1994 werden die Kinder Nicole und Stephan geboren.

Der Tradition der weiblichen Familienmitglieder folgend, hat Nicole eine Ausbildung zur Hotelfachfrau absolviert. Wie ihre Mutter und Tante in Hamburg. Mit anschließend gesammelter Berufserfahrung entschied sie sich für eine Weiterbildung zur Betriebswirtin in Hamburg.

Sohn Stephan hat sich für eine Ausbildung im Elektriker-Handwerk entschieden und lebt seit einigen Jahren in Lübeck.

Seit 2018 ist Nicole zurück im Familien-Unternehmen und wird in der zukünftig fünften Generation das Hotel weiterführen.

Zahlen und Fakten

Kurz und knapp

Unser Hotel Strandhalle liegt idyllisch ruhig am kleinen Jachthafen, am Wanderweg vom Schloss Gottorf zum St. Petri Dom mit nur 10 Gehminuten in die Innenstadt. Genießen Sie den direkten Blick auf die Schlei, einem Meeresarm der Ostsee.